Selbstfürsorge – Die 3 häufigsten Fehler - Burnout selbst behandeln
Die 3 häufigsten Fehler in der Selbstfürsorge

Selbstfürsorge – Die 3 häufigsten Fehler

Selbstfürsorge ist in aller Munde. Ja, sie ist wichtig. Und sie ist nicht wegzudenken. Sie hält uns am Leben und hilft uns zu lieben - nicht nur uns selbst.

Mit einer guten Selbstfürsorge kommen wir in ein gutes Lebensgefühl. Wir stärken unser Selbstwertgefühl, wir achten uns und fühlen eine innigere Liebe zu uns selbst. 

Das klingt vielleicht egoistisch. Warum das absolut nicht egoistisch ist, habe ich dir im letzten Artikel geschrieben. 

Und je mehr wir uns lieben, desto mehr Liebe können wir nach Außen transportieren. 

Und was gibt es schöneres, als Liebe zu geben?

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Die 3 häufigsten Fehler

Mir begegnen immer wieder drei Fehler, wenn es darum geht Selbstfürsorge zu praktizieren.

  1. Es wird sich nur "alle 2 Jahre" damit beschäftigt.
  2. Wenn, dann wird zu viel auf einmal gemacht.
  3. Es ist nichts Alltagstaugliches dabei.

Selbstfürsorge darf eine Selbstverständlichkeit sein. Etwas, was so ganz nebenbei immer wieder einfließt. Selbstfürsorge soll in deinen Alltag passen.

Wenn du jetzt denkst: „Ja, mit meiner Selbstfürsorge müsste ich mich auch mal beschäftigen.“ Dann bist du hier goldrichtig. Du darfst diese 3 Fehler wirklich vermeiden.

Ich habe dafür keine Zeit  

Das ist ein Argument. ABER leider das falsche. Denn wenn du jetzt nicht auf dich Acht gibst, MUSST du es irgendwann sehr intensiv und zeitaufwendig tun. 

Selbstfürsorge ist nicht nur sinnvoll, wenn es uns schlecht, sondern auch unbedingt dann, wenn es uns gut geht. 

Es bringt doch nichts sich alle 2 Jahre mal Zeit für sich zu nehmen, um ein bisschen die Energiereserven wieder aufzufüllen. Das weißt du selbst. Manchmal ist es nur gut, wenn es jemand anderes mal laut ausspricht. Ok, es ist nicht laut. Ich schreibe ja nur. Aber ich hoffe, dass es bei dir ankommt. 

Kümmere dich nicht nur um dich, wenn du das Gefühl hast, es wäre mal wieder dran! Buche nicht irgendeinen Kurs oder kaufe kein Buch, wenn du nicht das Ziel hast, dauerhaft an dir und mit dir zu „arbeiten“ und gut zu dir zu sein. 

Selbstfürsorge lebt nicht in einem Buch oder in einem Kurs, sondern in dir. Alles was du siehst, liest und hörst, solltest du auch nachdem du es gelesen hast ausführen. Dein Ziel darf es sein täglich gut zu dir zu sein, deinen Geist in positive Schwingungen zu bringen, deinen Körper zu achten und dich zu lieben. Nicht nur alle 2 Jahre!

Ich habe einen Selbstfürsorge-Crash-Kurs entwickelt, in dem ich über 14 Tage täglich Tools vermittle und mit dir übe. Der Kurs bringt dir nichts, wenn du nur mal gucken willst, was es gibt. Aber er bringt dir eine Menge, wenn du wirklich das Ziel hast, dich besser zu fühlen, dich mehr zu lieben und mehr Gutes zu fühlen als Schlechtes. Er bringt dich mehr in die Selbstliebe und hilft dir dabei deinen Wert zu erkennen. Denn du bist unersetzlich. Du bist du und dich gibt es nur einmal. Dein Leben ist wertvoll. Das in der wahren Größe zu erkennen und zu fühlen bringt dich in ein Leben, welches du niemals wieder hergeben willst. 

Es gilt also immer das Dranbleiben. Egal was wir lernen, ob es Übungen für die Selbstfürsorge sind oder das Klavierspielen lernen. Willst du ein guter Pianist werden, übst du täglich am Klavier. Willst du ein glückliches Leben, übst du jeden Tag mehr Glück zu fühlen und zu leben. 

Jetzt aber richtig und viel

Du überlegst, dich jetzt endlich um deine Selbstfürsorge zu kümmern, weil du fühlst, dass dein Alltag anstrengend ist und du wenig bis gar keine Zeit für dich hast. Immer wieder hast du das Gefühl nur noch für andere da zu sein und niemals nur für dich. Das willst du ändern.

Aufgrund des starken Wunsches, suchst du nach vielen Möglichkeiten und setzt alles auf einmal um. Dir geht es besser und du fühlst dich schon mehr bei dir. Du suchst nach weiteren Übungen. Probierst dich aus und merkst, dass das alles ganz toll ist und du dich wirklich gut fühlst. Und schwups, hörst du wieder auf. Du lässt es wieder sein, weil es ja jetzt gut ist. 

Ein paar Tage oder Wochen später geht es dir wie vorher. Und du denkst: „Naja, hat wohl doch nichts gebracht.“

Stimmt. Es hat nichts gebracht!

Nur in dem Moment. Selbstfürsorge heißt nicht super viel auf einmal für sich zu tun, sondern konstant etwas für sich tun. 

Machen wir zu viel auf einmal, überfordern wir uns anstatt uns Gutes zu tun. Und dann passiert es, dass wir ganz aufhören und den Übungen am Ende kein einziges Sternchen geben, obwohl sie fünf Sterne plus verdient hätten. 

Es ist ein großer Unterschied, sich täglich 5-10 Minuten Zeit nur für sich zu nehmen, als so viel wie möglich zu tun, wenn "mal Zeit da ist" - wie zum Beispiel im Urlaub. 

Du kennst das vielleicht: Wenn du im Urlaub bist, irgendwo, all inklusive. Alles ist super. Die Sonne scheint, du hast vollkommene Ruhe. Du isst gut und gibst dir Zeit zum Genießen. Du nimmst alles wahr. Das Meer, den Wind, die Gerüche, den feinen Sand unter deinen Füßen, die wunderschönen Muscheln, die Musik. Du hörst, du spürst, du siehst, du schmeckst. Du gibst all deinen Sinnen Raum. 

Der Körper und deine Seele sind so dankbar. Sie nehmen all das auf wie ein trockner Schwamm das Wasser aufsaugt. 

Dann kommst du nach Hause und alles ist wie vorher. Vielleicht hält sich deine Stimmung die ersten 3 bis 5 Tage noch ganz oben, aber dann … 

Du weißt, was dann ist. Alles auf Anfang. Von dem guten Gefühl ist kaum noch was da und du beginnst, dich an deine Erinnerung zu klammern: Wie schön, wäre es doch jetzt noch dort zu sein …

So soll es mit deiner Selbstfürsorge nicht sein. Ganz im Gegenteil. Selbstfürsorge soll omnipräsent sein. Immer gegenwärtig, immer abrufbar, immer fühlbar. Wobei wir beim nächsten Punkt sind.

Das ist alles viel zu aufwendig

Ein großer Fehler ist, dass die meisten Menschen denken Selbstfürsorge muss etwas Besonderes sein. Etwas, was wir zusätzlich machen „müssen“, dass es uns besser geht. 

So ist automatisch die Hürde zusätzlich Zeit aufwenden zu müssen da. Und Zeit ist leider sehr begrenzt. 5 bis 15 Minuten haben wir alle zwischendurch übrig. Oder was denkst du?

Wir haben aber nicht alle die Möglichkeit, jetzt mal schnell Neues in den Alltag einzuführen, wofür wir zusätzlich 60 Minuten benötigen.

Deshalb sage ich, dass Selbstfürsorge alltagstauglich sein sollte. Dabei ist es wichtig, dass du Übungen wählst, die du zum Beispiel auch in einer Warteschlange ausführen kannst. Übungen, die niemand sieht, die du aber deutlich spürst. 

Alltagstauglich ist es dann, wenn du maximal 10 - 15 Minuten Zeitaufwand hast, bei einer größeren Übung. Alltagstauglich ist es auch, wenn du etwas, während du dir die Hände wäschst, für dich tust.

Dabei ist es wichtig, dass diese „kleinen“ Selbstfürsorge-Übungen zur Routine werden. Das sie automatisch passieren, ohne dass du einen zusätzlichen Energieaufwand hast, indem du darüber nachdenken oder dir Zeit freischaufeln musst. Und das erreichst du, indem du es täglich übst und praktizierst.

Wenn du mich schon ein bisschen kennst, dann weißt du, dass ich ein Fan von Meditationen bin. Es gibt die Möglichkeit ganz kurz zu meditieren oder eben länger. Die längeren Meditationen brauchen eben mehr Zeit, das ist klar. Nur wirst du solche Meditationen nicht täglich umsetzen - außer du hast die Zeit. 😉

Manche Übungen, die der Seele gut tun und der Selbstfürsorge zuträglich sind, machst du nicht täglich, sondern vielleicht einmal in der Woche. 

Resumee

Ich möchte dir gern vorschlagen, dich zunächst damit zu beschäftigen, was du wirklich wirklich willst. Wenn du dich dafür entscheidest in deinem Leben etwas zu verändern und wenn du als Schlüssel die Selbstfürsorge nutzen möchtest, dann mache dir Gedanken, wann du diese kleinen "Freizeiten" bewusst nutzen möchtest. Welche Übungen passen zu dir? Womit fühlst du dich wohl?

Achte immer drauf, dass es sich für dich gut anfühlt! Ich mag es gern, wenn ich mich für etwas Neues entscheide, zu tracken, wie es mir damit geht. Das heißt ich halte meine Stimmung täglich fest. So sehe ich den Erfolg und das macht Laune auf mehr.

Alles Liebe,

Deine Kerstin

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