Stiller See mit Pavillon

Burnout: Was tun?

Du hast das Gefühl unter Burnout zu leiden? Und weißt nicht, was du tun sollst?

In diesem Artikel beantworte ich dir wichtige Fragen und beschreibe dir, was du gerade zu Beginn beachten darfst, wenn du dich mit deinem oder dem Burnout einer nahen Bezugsperson befassen möchtest. 

Außerdem stelle ich dir 5 Do`s and 5 Dont`s vor, die du beachten darfst, wenn dich ein Burnout erwischt hat und welche 2 Schritte eher Grundsätze sein sollten als simple Steps.

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Burnout: Wann zum Arzt?

Diese Frage wird immer wieder gestellt und das nicht zu Unrecht. 

Dennoch ist die Frage nicht so leicht zu beantworten. Eines ist aber sicher. Wenn du Selbstmordgedanken hast, solltest du unbedingt zum Arzt. Allerdings ist dann nicht mehr von Burnout die Rede, sondern eher von Depressionen oder anderen Erkrankungen.

Du solltest immer auf dein Bauchgefühl hören und unbedingt auch körperliche Symptome, wenn welche vorliegen, abklären lassen. 

Grundsätzlich sage ich dir: In den Burnout hast du dich selbst manövriert! Deshalb schaffst du es auch wieder heraus, wenn du es dir erlaubst und das wirklich willst.

Wie lange krank? Wie lange Pause?

Das kommt ganz darauf an, welche Symptome du hast und wie lange du schon in der Burnout-Spirale gefangen bist. Und es kommt natürlich auch auf deinen Willen und deinen Mut an, dich da wieder heraus zu kämpfen. 

Eine Krankschreibung ist erstmal eine gute Idee, so dass du dir zunächst einmal selbst die Chance gibst, zu schauen, was eigentlich gerade schief läuft. 

Mache so lange eine Pause, bis du wieder sagen kannst, dass du ein Energielevel hast, dass sie gut anfühlt.

Und, wenn du danach wieder loslegst - dann langsam. Schritt für Schritt.

Burnout: Was tun als Arbeitnehmer?

Auch für deinen Arbeitgeber ist es besser, du lässt dich krankschreiben. Denn so passieren weniger Fehler.

Viel zu oft denken wir, dass es nicht geht, weil wir ersetzt werden könnten oder weil wir doch so sehr gebraucht werden und der Betrieb pleite geht, wenn wir uns krankschreiben lassen. 

Die Gedanken sind berechtigt. Dennoch schaden sie dir selbst und deinem Arbeitgeber. 

Gerade, wenn wir erschöpft sind, sind wir weniger konzentriert. Es können schlimmer Fehler passieren, die wirklich vermieden werden können, wenn du mit offenen Karten spielst.

Also sei ehrlich und sprich über deinen Zustand.

Burnout: Was tun als Arbeitgeber?

Wenn du selbst unter Burnout leidest, dann sprich mit deiner Belegschaft und findet gemeinsam Lösungen. Ich glaube an das Gute im Menschen - tue das auch. 

Bitte um Unterstützung und Hilfe und ziehe dich raus. Gehe ins Vertrauen und finde in deine Kraft zurück. 

Wenn du dir dabei Hilfe wünscht, schreibe mir gern eine E-Mail an kerstin@kerstinboecker.de.

Sollte einer deiner Arbeitnehmer*innen unter Burnout leiden, dann bitte ich dich deinen Beschäftigten niemals zu bedrängen, sondern dich zu öffnen und Hilfe anzubieten. 

Burnout: Was tun als Partner?

Nicht bedrängen! Niemals zwingen etwas zu tun oder zu lassen!

Biete immer nur ein offenes Ohr an. Und bitte lass gut gemeinte Ratschläge sein!!! 

Das hilft nicht - auch wenn du denkst, dass du etwas tun musst. Es hilft nicht. Ganz im Gegenteil. Oft treibt es in die Enge und die Betroffenen wenden sich immer weiter ab. 

Sei da und sei offen. Gib deine Schulter zum Weinen her. Halte deine Arme weit offen für Umarmungen, aber zwinge die Betroffenen nicht. Körperliche Nähe fällt nämlich unglaublich schwer.

Burnout: Was hilft?

Das ist wohl die wichtigste Frage in diesem Beitrag.

Bitte beachte unbedingt, dass du dein Muster dich immer wieder zu überfordern unbedingt aufgeben solltest. Damit darf jetzt Schluss sein.

Ich habe für dich hier 5 Do`s und 5 Dont`s zusammen gestellt. Das gibt eine gute Orientierung und danach beschreibe ich dir 2 grundsätzliche Schritte (Grundsätze), die erst einmal annehmen und umsetzen darfst. 

Bedingung: Nimm dir Zeit und sei ehrlich zu dir selbst.

Die Selbsthilfe schätze ich wirklich als die hochwertigste Hilfe ein, die du dir jemals geben kannst.

Denn, wenn du weißt, was du tun musst und das auch möchtest, dann wirst du dein Ziel erreichen. Der wichtigste Punkt hierbei ist, dass du wirklich Veränderung möchtest und bereit bist, etwas zu tun. Etwas zu tun, dass es dir besser geht.

Burnout: Do`s and Dont`s 

5 Do`s und 5 Dont`s helfen dir bei der ersten Orientierung - was du lieber sein lassen und was du unbedingt tun solltest. 

dos and donts bei Burnout

Do`s:

1) Wenn du den Verdacht auf Burnout hast, dann lasse dich krankschreiben. Oder, wenn du selbstständig bist, lege eine Pause ein! Komme zur Ruhe und beginne langsam nach Lösungen zu suchen!

2) Dein Körper braucht während einer starken Erschöpfung mehr und vor allem gesunde Nährstoffe. Schau, dass du deinen Körper nicht zusätzlich belastest. Das heißt, weniger Kaffee, weniger schwarzen Tee, weniger Salz)

3) Auch Wasser braucht dein Körper tatsächlich mehr als wenn du vollkommen fit wärst.

4) Sei viel draußen! Es geht darum, dass das blaue Himmelslicht auf deine Netzhaut trifft. Dein Körper wird so animiert gute Hormone zu bilden, zum Beispiel Serotonin.

5) Schlafen ist die beste Medizin. Den Satz kennst du vielleicht. Den Burnout können wir zwar nicht weg-schlafen. Aber schlafen hilft tatsächlich, um deinem Körper mehr Chancen zu geben um zu regenerieren. 

Dont`s:

1) Es wird dir überhaupt nichts bringen, dich im Bett zu verstecken oder auf dem Sofa zu versacken. Ganz im Gegenteil. Es wird die Situation verschlechtern, weil du dich beginnst schlechter mit dir zu fühlen. Du wirst dir gedanklich Vorwürfe machen und dich schlecht reden. Das trägt keinesfalls dazu bei gesund zu werden.

2) Ein No-Go sind Alkohol und Drogen, sie verschlechtern deinen Zustand extrem, weil dein Körper gar keine Energie mehr hat. Dein Körper will in erster Linie Harmonie herstellen. Die Möglichkeit nimmst du ihm immer mehr, je mehr "schlechte" Sachen du in ihn hinein füllst. Dein Körper wird zuerst die Droge loswerden wollen, bevor er sich weiter um deinen angesammelten Stress kümmern kann. Es wird damit also schlimmer als besser. Burnout oder Erschöpfung ertränken hilft also nicht.

3) Netflix und Social Media sind fatale Zeitklauer. Und genau das ist es, was du dir danach sagen wirst. Du hast den Tag vertrödelt und nichts getan, was dir etwas gebracht hätte, geschweige denn anderen Menschen. Es entwickeln sich ungute Gefühle, die dich in einen nicht enden wollenden Kreislauf manövrieren. Denn um dich abzulenken, hast du das Bedürfnis die nächste Serie zu schauen. Das ist pure Verdrängung.

4) Zucker bringt deinen Blutzucker zum schnellen Anstieg. Leider fällt der Blutzucker auch schnell wieder ab. Damit hat dein Körper Stress. Das willst du nicht. Nicht noch mehr Stress.

5) Solltest du mit dem Smartphone oder einem Tablet ins Bett gehen, rate ich dir davon unbedingt ab. Lass das sein, wenn du für deinen Körper ein angenehmes Gleichgewicht herstellen möchtest, um dich wieder fit uns gesund zu fühlen. Das blaue Licht vom Bildschirm bewirkt, dass du deinem Gehirn vorgaukelst, dass es Tag ist. So bildet dein Körper das Hormon Melatonin (reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus) nicht und du bekommst Einschlafstörungen - wenn du sie nicht schon hast.

Die 5 Do`s and 5 Dont`s sind grundsätzliche Dinge, die du für dich beachten solltest, wenn du die Erschöpfungs-bzw. Burnout-Spirale verlassen möchtest. 

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2 grundsätzliche Schritte, die bei Burnout wirklich helfen

2 weitere wichtige Schritte, die du unbedingt beachten solltest, sind die folgenden. Denn sie helfen dir, wirklich Schritt für Schritt voran zu kommen. 

1. Schritt: Bewusst machen!

Du darfst dir bewusst machen, dass sich etwas ändern muss!

Vielleicht sind es Gewohnheiten, deine Art mit Stress umzugehen oder dich selbst unter Druck zu setzen. Gewohnheiten lassen sich genauso ändern, wie du sie dir angewöhnt hast.

Gewöhne sie dir ab, indem du dir das Gegenteil oder einen Teil davon angewöhnst.

Ein Beispiel:

Du setzt dich selbst immer wieder unter Druck, weil du dir ständig Neues auf den Hals reißt. Du schaffst es nicht Nein zu sagen. Gewöhne dir an, bei jeder zweiten Sache Nein zu sagen. Sowohl zu dir selbst, als auch zu anderen Personen.

Burnout äußert sich sehr vielfältig. Und die Ursachen für Burnout liegen ganz bei dir - in deinen Eigenschaften und wie du dich selbst und deine Umwelt wahrnimmst.

Die Persönlichkeits-Eigenschaften die in einen Burnout führen können, beschreibe ich dir genauer in diesem Artikel. 

2. Schritt: Körperliche Symptome richtig bewerten

Solltest du körperliche Symptome haben, wie Rückenschmerzen, Nackenverspannungen oder andere, dann erkläre sie nicht zu deinem Feind!

Dein Körper, beziehungsweise dein Unbewusstes zeigen dir, dass es so nicht weiter gehen kann. Es ist ein Signal, worauf du entsprechend reagieren kannst.

Kämpfe also nicht dagegen an, sondern beseitige die Ursachen!

Übrigens, Schmerzmittel helfen hier selten bis gar nicht! Allerdings solltest du immer auf dein Bauchgefühl hören. Wenn du das Gefühl hast, dass du zum Arzt solltest, weil irgendwas nicht stimmt, dann tue das unbedingt.

In einem Video erkläre ich dir einfache Übungen, die du schon während du es dir ansiehst mitmachen kannst, um Verspannungen zu lösen bzw. es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Tue dir selbst etwas Gutes und schaue dir das Video gleich an!

Parkbank im Sonnenuntergang

Ursachenbeseitigung hört sich immer so leicht an, aber wo fängst du am besten an?

Wenn du dir Unterstützung wünscht, biete ich dir gern ein Gespräch an. Schriebe mir dafür einfach eine E-Mail.

Alles Gute für dich,

Deine Kerstin

Kerstin Böcker inmitten von Zierkirschenblüten

Hey, ich bin Kerstin und ich möchte, dass du dich in deinem Leben wohl fühlst - dass du raus kommst aus dem Stress, Burnout und der Erschöpfung. Ich wünsche dir, dass du lebst und das am besten glücklich.

Wann immer du dich bereit fühlst, starte hiermit:

 Mein Workbook ENDLICH ABSCHALTEN - inklusive 3 Meditationen und einem Video-Tutorial

  • Liebe Kerstin,

    das kenne ich alles auch sehr genau. Auch ich habe mich schon fertig gemacht, aus den obigen Gründen. Solange, bis wirklich nichts mehr ging und ich nur noch weinend da saß. Alles hatte keinen Sinn mehr. Ich habe eine fürchterliche Erkältung bekommen, dann zwei Tage durchgeschlafen und langsam ging es dann aufwärts. Mein Körper hat mir aber genau gezeigt, dass es so nicht weitergehen kann.
    Es ist wirklich wichtig, auch Pausen zu machen. Auch wenn man noch so viel vor hat, noch so viel erreichen will.
    Ich musste auch erst lernen, dass mein Körper für mich da ist und dass ich ihn pfleglich behandeln sollte. Inzwischen habe ich das gelernt.
    Ich finde dein Projekt wirklich ganz klasse!

    Herzliche Grüße
    Barbara

    • Kerstin sagt:

      Hallo Barbara,

      vielen Dank.
      Ja, das Wichtigste ist, auf seine innere Stimme zu hören und Signale des Körpers nicht zu übergehen. Gut, dass du damals eine Pause gemacht hast. Auch wenn sie von deinem Körper „erzwungen“ wurde.
      Viele Menschen schaffen es nicht, sich einzugestehen, eine Pause zu brauchen und diese dann auch wirklich zu machen. Leider.
      Alles Liebe,
      Kerstin

  • Kerstin sagt:

    Liebe Isabel,
    vielen lieben Dank für deine Nachricht. Ich freue mich sehr, dass dir dieser Artikel gefällt und dir hilft.
    Sonnige Grüße,
    Kerstin

  • Isabel sagt:

    Liebe Kerstin, Ich finde es ganz toll, dass Du diese Seite schreibst, um anderen Frauen zu helfen! Ich hab mich auch schon oft ausgelaugt und fertig gefühlt und mich dann gefragt, wo verläuft denn eigentlich die Grenze zwischen gesund und Burnout? Du schreibst, dass ein Burnout dort beginnt, wo man im Urlaub keine Entspannung mehr findet, diese Definition hilft mir sehr weiter. Ich werde darauf achten, immer rechtzeitig Pausen einzulegen und mehr auf den Körper zu hören. Danke, dass Du mich daran erinnert hast!!

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